Koordinationsleiter
Durch den Einsatz der Koordinationsleiter im Fußballtraining konnten deutsche Mannschaften eine enorme Leistungssteigerung erzielen.
Und was früher einmal ein Geheimtipp war, ist inzwischen ein unverzichtbares Trainingsgerät geworden, und das nicht nur im Fußball – die Koordinationsleiter eignet sich für das Training fast aller Sportarten, insbesondere aller Ballsportarten.
Die Koordinationsleiter ist ein geniales Trainingsgerät: es ist einfach konstruiert und man erzielt dennoch einen maximalen Trainingseffekt!
Durch ein strukturell relativ einfaches, aber kontinuierliches Training kann die Koordinationsleiter wie kein anderes Trainingsgerät helfen, den Körper wendig und geschmeidig zu machen und zu halten, und so die Reaktionsschnelligkeit und Laufgeschwindigkeit enorm steigern.
Die Koordination wird trainiert und geschult, Reaktionen laufen schnell ab und die Beinmuskulatur wird aufgebaut.
Und auch der Spaßfaktor kommt nicht zu kurz – abgesehen davon, dass die Nutzung einer Koordinationsleiter allein schon spielerisch ist, kann ein Training, was gemeinsam mit der Mannschaft mit der Koordinationsleiter ausgeführt wird, fast wie gemeinsam verbrachte Freizeit sein, was sich auf das Teamgefühl des Mannschaft absolut positiv auswirkt.
Für Kinder und Jugendmannschaften ist der Einsatz einer Koordinationsleiter besonders geeignet: sie gehen sehr kreativ mit der Übung um, und lassen sich selbst immer wieder neue Schritte einfallen.
Konstruktion und Aufbau einer Koordinationsleiter
Eine Koordinationsleiter ist ein sehr leichtes und gleichzeitig sehr stabiles Gerät, das in Form und Aufbau einer Strickleiter ähnelt, die am Boden ausgelegt wird. Die Sprossen der Leiter sind dabei noch höhenverstellbar, sodass die Zwischenräume zwischen den Sprossen von der Größe her variabel einstellbar sind.
Da die Koordinationsleiter sich zusammen rollen lässt, ist sie auch leicht
transportierbar.
Für Wettkämpfe eignet sich gut die Doppelkoordinationsleiter, bei der sich zwei Felder genau parallel nebeneinander befinden
Wie genau wirkt so eine Koordinationsleiter?
Das ganze Geheimnis der Koordinationsleiter sind die „Steps“, Schrittfolgen, die im Zentrum des Trainings mit der Koordinationsleiter stehen. Durch diese Schrittfolgen, wird erlernt, die Zeit des Bodenkontaktes der Füße immer weiter zu verkürzen. Je besser diese Fähigkeit ist, desto effektiver können auch die anderen Fähigkeiten, wie beschleunigte Reaktionszeit und schnelle Richtungsänderung sich entwickeln. Alle positiven Effekte ergeben sich also aus einer korrekten Trainings der Steps.
Neben den herkömmlichen Steps ist es auch möglich, Steps mit anderen Übungen zu kombinieren, z. B. kann zusätzlich zur normalen Schrittfolge ein Ball vorbeigeschossen werden, um zum Beispiel die Ausführung eines Torschusses im Zusammenhang mit dieser Schrittfolge nachzuspielen.
Zwei Beispielsteps für das Koordinationsleiter-Training
Hier zwei Beispiele für zwei „abenteuerliche“ Schrittfolgen, genannt „round world“ und „helicopter“:
„Round world“:
Bei diesem Step werden die einzelnen Felder der Koordinationsleiter in hohem Tempo im Slalom durchlaufen.
„Helicopter“:
Bei dieser Schrittfolge dreht man sich beim Laufen durch die Felder um die eigene Achse! - in ein Feld werden nacheinander jeweils beide Füße gesetzt, wobei bei jedem nächsten Feld eine Drehung von 90 Grad durchgeführt wird.